Modellbasierte Takt- und Ablaufplanung: Definition und Einordnung
Eine Ablaufplanung beschreibt die Reihenfolge von Tätigkeiten. Taktplanung strukturiert wiederkehrende Arbeiten zusätzlich in abgestimmte Bereiche und Zeitabschnitte.
Modellinformationen können Bereichsgrenzen und Mengen sichtbar machen. Die Planung benötigt daneben Angaben zu Arbeitsleistung, Abhängigkeiten und verfügbaren Kapazitäten.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Arbeitsbereiche gliedern
- Geeignete Bereiche im Modell abgrenzen und deren Mengen oder Besonderheiten auswerten.
- Arbeitsfolgen abstimmen
- Tätigkeiten, Übergaben und zeitliche Beziehungen zwischen den Bereichen beschreiben.
- Ablauf überprüfen
- Ungleichmäßige Arbeitsmengen, Engstellen und notwendige Puffer im räumlichen Zusammenhang untersuchen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- 4D-Terminplanung
- 4D-Terminplanung verbindet allgemeine Terminpläne mit Modellobjekten. Taktplanung nutzt eine bestimmte Struktur aus wiederkehrenden Arbeiten und Bereichen.
- Modellbasierte Baustellenlogistikplanung
- Logistikplanung organisiert Flächen und Versorgungswege. Sie ergänzt die Planung der eigentlichen Arbeitsfolgen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Taktbereich
- Ein räumlicher Abschnitt, in dem Arbeiten innerhalb der vorgesehenen Taktstruktur ausgeführt werden.
- Taktzeit
- Ein abgestimmter Zeitabschnitt für die Bearbeitung oder Übergabe innerhalb einer Taktstruktur.
- Vorgang
- Eine Tätigkeit im Terminplan mit einer Dauer und zeitlichen Beziehungen zu anderen Tätigkeiten. Ein Vorgang kann mit einem oder mehreren Modellobjekten verknüpft sein.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Räumlich gegliederte Arbeitsbereiche.
- Abgestimmte Arbeitsfolgen und Übergaben.
- Darstellungen der Takt- oder Ablaufstruktur mit Modellbezug.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch