BIM Leistung

BIM-Koordination im Überblick

BIM-Koordination verbindet die Fachmodelle operativ, macht Konflikte früh sichtbar und sorgt dafür, dass Abstimmungen zu belastbaren Planungsständen führen.

KollisionsmanagementFachmodellabstimmungIssue-Workflows

Definition von BIM-Koordination

Die BIM-Koordination führt die Fachmodelle aus Architektur, Tragwerk und TGA in einem Koordinationsmodell zusammen. Ziel ist es, Konflikte früh zu erkennen, die Qualität zu sichern und Planungsfehler vor der Ausführung zu beheben.

Dabei geht es nicht nur um Modelle, sondern auch um Menschen und Abläufe: Zuständigkeiten, Abstimmungen, Entscheidungen und Rückmeldungen müssen klar organisiert sein, damit Koordination im Projektalltag funktioniert.

Kurz abgegrenzt: BIM-Koordination arbeitet operativ an Fachmodellen und Konflikten, während die BIM-Gesamtkoordination in der Regel den übergeordneten Koordinationsprozess steuert.

Im Unterschied zum BIM-Management liegt der Schwerpunkt auf der operativen Koordination: Modellzusammenführung, Kollisionsprüfung, Issue-Verfolgung und regelmäßige Koordinationssitzungen.

Die Leistung ist entscheidend für Planungssicherheit, weil technische Konflikte nicht erst auf der Baustelle sichtbar werden.

Leistungsumfang

  • Führt Fachmodelle zu prüffähigen Koordinationsständen zusammen.
  • Moderiert interdisziplinäre Abstimmung zu Konflikten und offenen Punkten.
  • Verantwortet nicht die Gesamt-Governance des Projekts, sondern die operative Modellabstimmung.
  • Stellt die Rückführung beschlossener Änderungen in die Fachmodelle sicher.

Koordinationsmodell aufbauen

Import, Strukturierung und Aktualisierung von Fachmodellen für prüffähige Koordinationsstände.

Kollisionen und Regelverstöße prüfen

Durchführung von Clash-, Integritäts- und Konsistenzprüfungen nach priorisierten Prüfkatalogen.

Issue-Management steuern

Dokumentation, Zuweisung, Nachverfolgung und Verifikation von Issues bis zur nachvollziehbaren Schließung.

Koordinationsrunden moderieren

Fachliche Moderation der Abstimmungstermine inkl. Entscheidungsvorbereitung und Ergebnisprotokoll.

Typische Leistungen der BIM-Koordination

LeistungErgebnis
Austauschformate, Modellstände, Namenskonventionen und Prüflogik harmonisieren.Vergleichbare, technisch verarbeitbare Fachmodelle als Basis der Koordination.
Regelmäßige Koordinationszyklen mit Clash-Detektion, Priorisierung und Aufgabenrückführung durchführen.Frühzeitige Konfliktlösung statt später Planungsunterbrechungen.
Restkonflikte, Schnittstellen und Freigabekriterien für umsetzungsreife Stände absichern.Höhere Ausführungssicherheit mit weniger Nacharbeit.
Issue-Verläufe, Entscheidungen und Koordinationsstände revisionsfähig dokumentieren.Transparente Nachvollziehbarkeit für Projektleitung und Auftraggeber.

Typische Deliverables in der BIM-Koordination

  • Koordinationsmodell je Prüfzyklus
  • Kollisionsberichte inkl. Priorisierung und Verantwortlichkeit
  • Issue-Listen (z. B. BCF-basiert) mit Statusverlauf
  • Koordinationsprotokolle mit Beschluss- und Fristenlogik
  • Freigabeempfehlungen für Planungsmeilensteine

Schnittstellen im Projekt

  • BIM-Management und Projektleitung
  • Fachkoordination Architektur, Tragwerk, TGA, Infrastruktur
  • BIM-Autoren und Modellierer der beteiligten Unternehmen
  • Qualitätsmanagement und Ausführungsplanung

Typische Risiken ohne starke BIM-Koordination

  • Kollisionen werden zu spät erkannt und verlagern Kosten in die Ausführung.
  • Entscheidungen sind nicht dokumentiert und werden in späteren Modellständen überschrieben.
  • Fachdisziplinen arbeiten mit unsynchronen Modellständen und erzeugen Folgerisiken.

Häufige Fragen zu BIM-Koordination