BIM-Leistungen erklärt

Qualitätsprüfung

Die Qualitätsprüfung untersucht, ob Modelle und Daten die vereinbarten Anforderungen erfüllen. Sie betrachtet unter anderem Struktur, Geometrie, Eigenschaften und Vollständigkeit.

Qualitätsprüfung: Definition und Einordnung

Ein Modell ist nicht unabhängig von seinem Zweck richtig oder vollständig. Die Prüfung braucht deshalb beschriebene Anforderungen und einen eindeutigen Bezug zum untersuchten Modellstand.

Automatisierte Regeln können fehlende Angaben oder unzulässige Werte finden. Fachliche Zusammenhänge und die Eignung für eine bestimmte Aufgabe können zusätzlich eine manuelle Beurteilung erfordern.

Welche Aufgaben gehören dazu?

Anforderungen in Prüfungen übersetzen
Nachvollziehbare Kriterien für Struktur, Inhalte und zulässige Werte zusammenstellen.
Modelle und Daten untersuchen
Automatisierte und manuelle Prüfungen durchführen und deren Umfang festhalten.
Abweichungen dokumentieren
Befunde mit Objektbezug, Erklärung und Bearbeitungsstand für die weitere Klärung bereitstellen.

Abgrenzung zu verwandten Leistungen

Kollisionsprüfung
Kollisionsprüfung untersucht räumliche Konflikte. Qualitätsprüfung umfasst darüber hinaus andere Anforderungen an die Informationen.
Modellauswertung
Modellauswertung gewinnt Informationen aus vorhandenen Daten. Qualitätsprüfung beurteilt diese Daten anhand festgelegter Kriterien.

Wichtige Begriffe und Datenformate

IDS · Information Delivery Specification
Ein buildingSMART-Standard, mit dem sich bestimmte Informationsanforderungen maschinenlesbar beschreiben lassen. Damit kann geprüft werden, ob entsprechende Angaben im IFC-Modell vorhanden und zulässig sind.
Prüfregel
Ein nachvollziehbares Kriterium, nach dem eine Eigenschaft oder ein Zusammenhang kontrolliert wird.
Issue · dokumentierter Klärungspunkt
Eine festgehaltene Frage, Abweichung oder Aufgabe. Ein Issue kann sich auf eine Kollision beziehen, aber auch auf fehlende Informationen oder eine noch ausstehende Entscheidung.

Welche Ergebnisse entstehen?

  • Prüfbericht mit nachvollziehbaren Befunden.
  • Liste fehlender, widersprüchlicher oder unzulässiger Angaben.
  • Dokumentation von Prüfumfang, Regeln und Modellstand.

Ein bestandener Regelsatz bestätigt nur die tatsächlich untersuchten Anforderungen. Er ist keine allgemeine Bestätigung, dass alle Fachinhalte fehlerfrei sind.

Quellen und weiterführendes Wissen