Kollisionsprüfung: Definition und Einordnung
Für die Prüfung werden bestimmte Objekte oder Fachmodelle miteinander verglichen. Regeln legen fest, welche Kombinationen betrachtet werden und welche Abstände oder Toleranzen gelten.
Ein automatischer Treffer ist zunächst ein Hinweis. Erst die fachliche Einordnung zeigt, ob tatsächlich ein Problem vorliegt, etwa eine ungewollte Überschneidung oder ein nicht zugängliches Bauteil.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Prüfumfang festlegen
- Modellstände, Objektgruppen, Abstandsregeln und zulässige Ausnahmen bestimmen.
- Räumliche Konflikte ermitteln
- Die ausgewählten Modelle vergleichen und auffällige Stellen nachvollziehbar zusammenstellen.
- Treffer einordnen
- Doppelte oder gewollte Überschneidungen aussortieren und relevante Konflikte verständlich dokumentieren.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- BIM-Koordination
- BIM-Koordination umfasst zusätzlich die gemeinsame Klärung und Nachverfolgung offener Fragen. Kollisionsprüfung liefert dafür räumliche Prüfergebnisse.
- Qualitätsprüfung
- Qualitätsprüfung kann auch Struktur und Eigenschaften eines Modells untersuchen. Kollisionsprüfung konzentriert sich auf räumliche Beziehungen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Geometrische Kollision
- Eine Überschneidung von Objekten, deren Bedeutung fachlich beurteilt werden muss.
- Freiraumprüfung
- Die Prüfung, ob ein benötigter Abstand oder Zugangsbereich frei bleibt.
- BCF · BIM Collaboration Format
- Ein offener Standard zum Austausch modellbezogener Fragen und Aufgaben. Er übermittelt beispielsweise Kommentare, Ansichten und Verweise auf betroffene Bauteile, ohne dafür das gesamte Modell erneut zu übertragen.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Bereinigte und fachlich eingeordnete Konfliktliste.
- Ansichten und Objektverweise zu den relevanten Treffern.
- Dokumentierte Prüfregeln und verwendete Modellstände.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- buildingSMART International · EnglischBIM Collaboration Format (BCF)