BIM-Leistungen erklärt

Modellauswertung

Die Modellauswertung gewinnt gezielt Informationen aus digitalen Modellen. Sie filtert, ordnet und verknüpft vorhandene Daten, um eine bestimmte Frage zu beantworten.

Modellauswertung: Definition und Einordnung

Eine Auswertung kann beispielsweise Bauteile nach Material ordnen, Raumangaben zusammenstellen oder den Bearbeitungsstand von Informationen zeigen. Grundlage sind die tatsächlich im Modell verfügbaren und zugeordneten Daten.

Für verständliche Ergebnisse müssen Auswahl und Rechenregeln beschrieben sein. Auch der verwendete Modellstand gehört dazu, damit sich Listen und Kennzahlen später nachvollziehen lassen.

Welche Aufgaben gehören dazu?

Fragestellung und Daten bestimmen
Festlegen, welche Objekte und Eigenschaften für die gewünschte Aussage benötigt werden.
Daten filtern und verknüpfen
Informationen auswählen, gruppieren und bei Bedarf mit weiteren Datenquellen verbinden.
Ergebnisse plausibilisieren
Vollständigkeit und auffällige Werte prüfen und die Auswertungslogik dokumentieren.

Abgrenzung zu verwandten Leistungen

Mengen- und Massenermittlung
Mengenermittlung ist eine bestimmte Form der Auswertung, die Zahlen zu Längen, Flächen, Volumen oder Stückzahlen liefert.
Qualitätsprüfung
Qualitätsprüfung bewertet die Einhaltung von Anforderungen. Modellauswertung stellt zunächst Informationen für eine bestimmte Fragestellung zusammen.

Wichtige Begriffe und Datenformate

Parameter
Ein benannter Wert an einem Modellobjekt. Er kann eine Eigenschaft beschreiben oder dessen Geometrie steuern, etwa Breite, Material oder Feuerwiderstand.
Filter
Eine Bedingung zur Auswahl bestimmter Objekte oder Datensätze.
Aggregation
Das Zusammenfassen einzelner Werte zu Gruppen oder Kennzahlen, etwa nach Geschoss oder Material.

Welche Ergebnisse entstehen?

  • Nachvollziehbare Listen, Tabellen oder Darstellungen.
  • Dokumentierte Auswahl- und Berechnungsregeln.
  • Verweise auf Modellstand und verwendete Datenquellen.

Quellen und weiterführendes Wissen