Mengen- und Massenermittlung: Definition und Einordnung
Der Begriff Massenermittlung wird im Bauwesen auch allgemein für die Ermittlung von Mengen verwendet. Physikalische Massen lassen sich dagegen nur mit passenden Angaben, etwa zu Volumen und Dichte, ableiten.
Mengen hängen von den verwendeten Regeln ab. Die geometrische Größe eines Bauteils ist nicht zwangsläufig identisch mit der Menge, die für eine Ausschreibung oder Abrechnung benötigt wird.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Ermittlungsgrundlage festlegen
- Modellstand, Objektumfang, Einheiten und Berechnungsregeln beschreiben.
- Mengen ableiten und gliedern
- Relevante Objekte auswerten und nach Bauteilart, Bereich oder einer anderen benötigten Struktur ordnen.
- Ergebnisse kontrollieren
- Doppelte Objekte, Lücken, Einheiten und auffällige Mengen anhand geeigneter Vergleiche prüfen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- 5D-Kostenplanung
- Kostenplanung verbindet Mengen mit Kostenansätzen. Mengenermittlung liefert dafür eine Grundlage, enthält aber nicht automatisch Preise.
- Erdmassenberechnung
- Erdmassenberechnung betrachtet speziell Volumen zwischen Gelände- oder anderen Erdbauoberflächen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Ermittlungsregel
- Die Festlegung, wie eine Menge berechnet wird. Dazu gehören Einheit, berücksichtigte Bauteile und der Umgang mit Öffnungen, Überlappungen oder Abzügen.
- Einheit
- Die Bezugsgröße einer Menge, etwa Meter, Quadratmeter, Kubikmeter oder Stück.
- Brutto und Netto
- Unterschiedliche Mengenbezüge, deren Behandlung von Öffnungen oder Abzügen ausdrücklich beschrieben werden muss.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Gegliederte Mengenlisten mit Objektbezug.
- Nachvollziehbare Einheiten und Berechnungsregeln.
- Dokumentierte Prüfungen und Modellstände.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- buildingSMART International · EnglischIFC: Grundlagen des offenen Datenaustauschs