Erdmassenberechnung: Definition und Einordnung
Für eine modellbasierte Berechnung werden geeignete Flächen oder Körper miteinander verglichen. Bezugssystem, Begrenzung und Oberflächenqualität müssen dabei zusammenpassen.
Geometrische Volumen beschreiben zunächst den betrachteten Zustand. Auflockerung, Verdichtung oder unterschiedliche Bodenarten können weitere Ansätze erfordern und sollten getrennt von der reinen Geometrie ausgewiesen werden.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Vergleichsflächen vorbereiten
- Ausgangs- und Zielflächen sowie räumliche Begrenzungen eindeutig festlegen.
- Volumen ermitteln
- Auftrag und Abtrag berechnen und nach vereinbarten Bereichen oder Materialgruppen gliedern.
- Berechnung kontrollieren
- Lücken, Flächenübergänge und auffällige Differenzen prüfen und verwendete Zusatzansätze festhalten.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Geländemodellierung
- Geländemodellierung erstellt die Oberflächen. Erdmassenberechnung wertet die räumlichen Unterschiede zwischen ihnen aus.
- Mengen- und Massenermittlung
- Allgemeine Mengenermittlung umfasst viele Bauteil- und Mengenarten. Erdmassenberechnung behandelt speziell den Erdbau.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- DGM · digitales Geländemodell
- Eine digitale Beschreibung der Geländeoberfläche. Bauwerke und Vegetation gehören bei einem reinen Geländemodell nicht zur dargestellten Oberfläche.
- Auftrag und Abtrag
- Auftrag bezeichnet das hinzukommende, Abtrag das zu entfernende Volumen gegenüber einem Bezugszustand.
- Volumenbilanz
- Die Gegenüberstellung der ermittelten Volumen, gegebenenfalls getrennt nach Bereichen oder Materialarten.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Nachvollziehbare Auftrags- und Abtragsmengen.
- Gegliederte Volumenbilanzen und Differenzdarstellungen.
- Dokumentierte Bezugsflächen und Berechnungsannahmen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch