BIM-Leistungen erklärt

Geländemodellierung

Die Geländemodellierung beschreibt eine Geländeoberfläche digital. Sie macht Höhenverläufe, Neigungen und Geländeformen für Planung und Auswertung nutzbar.

Geländemodellierung: Definition und Einordnung

Als Grundlage dienen beispielsweise Vermessungspunkte, Punktwolken oder vorhandene Höhendaten. Daraus wird eine zusammenhängende Oberfläche mit nachvollziehbarem Lage- und Höhenbezug aufgebaut.

Vorhandenes und geplantes Gelände sind unterschiedliche Modellstände. Für Vergleiche muss außerdem klar sein, ob die reine Bodenoberfläche oder auch darauf stehende Objekte erfasst sind.

Welche Aufgaben gehören dazu?

Höhendaten aufbereiten
Messpunkte und weitere Grundlagen auf räumlichen Bezug, Abdeckung und Plausibilität prüfen.
Oberfläche erstellen
Punkte, Bruchkanten und Begrenzungen zu einer geeigneten Geländeoberfläche verbinden.
Gelände auswerten
Höhen, Neigungen, Schnitte oder Übergänge aus dem Modell ableiten und kontrollieren.

Abgrenzung zu verwandten Leistungen

Punktwolken (Geländevermessung)
Die Geländeaufnahme liefert Messdaten. Geländemodellierung macht daraus eine strukturierte Oberfläche.
Erdmassenberechnung
Erdmassenberechnung ermittelt Volumen zwischen Oberflächen. Das Geländemodell liefert dafür eine geometrische Grundlage.

Wichtige Begriffe und Datenformate

DGM · digitales Geländemodell
Eine digitale Beschreibung der Geländeoberfläche. Bauwerke und Vegetation gehören bei einem reinen Geländemodell nicht zur dargestellten Oberfläche.
Bruchkante
Eine Linie, an der sich Neigung oder Verlauf einer Oberfläche deutlich ändern. Solche Linien helfen, Geländeformen wie Böschungen im Modell richtig abzubilden.
Georeferenzierung
Die Zuordnung von Messdaten oder Modellen zu einem räumlichen Bezugssystem. Sie beschreibt, wo die Daten in Lage und Höhe verortet sind.

Welche Ergebnisse entstehen?

  • Digitales Geländemodell mit beschriebenem Bezugssystem.
  • Höhenlinien, Schnitte oder Neigungsdarstellungen.
  • Dokumentierte Datengrundlagen und Oberflächenbegrenzungen.

Quellen und weiterführendes Wissen