Modellbasierte Baustellenlogistikplanung: Definition und Einordnung
Zum Modell können Zufahrten, Lagerflächen, Arbeitsbereiche, Hebezeuge und temporäre Einrichtungen gehören. Diese Inhalte verändern sich häufig mit dem Baufortschritt.
Die Planung betrachtet deshalb nicht nur einen fertigen Zustand. Sie untersucht auch, ob Transportwege, Flächen und Zugänge zu den jeweils vorgesehenen Zeiten zusammenpassen.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Logistikelemente darstellen
- Wege, Flächen und temporäre Einrichtungen im räumlichen Zusammenhang modellieren.
- Nutzungszeiten zuordnen
- Veränderungen der Baustelleneinrichtung mit geeigneten Ablauf- oder Terminangaben verbinden.
- Engstellen untersuchen
- Überschneidungen und konkurrierende Flächennutzungen erkennen und Varianten der Organisation vergleichen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- 4D-Simulation
- Eine 4D-Simulation kann die zeitlichen Veränderungen darstellen. Logistikplanung entwickelt und prüft die zugrunde liegende räumliche Organisation.
- Modellbasierte Takt- und Ablaufplanung
- Ablaufplanung organisiert Tätigkeiten und Übergaben. Logistikplanung untersucht die dafür benötigten Wege, Flächen und Einrichtungen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- 4D-Modell
- Ein Bauwerksmodell, dessen Objekte mit Zeitinformationen verknüpft sind. So lassen sich räumliche und zeitliche Zusammenhänge gemeinsam betrachten.
- Temporäres Objekt
- Ein nur zeitweise benötigtes Element, etwa ein Bauzaun, eine Lagerfläche oder ein Hilfsbauwerk.
- Flächenbelegung
- Die Zuordnung einer Fläche zu einer bestimmten Nutzung und einem Zeitraum.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Modelle der vorgesehenen Baustelleneinrichtung.
- Zeitbezogene Flächen- und Wegekonzepte.
- Dokumentierte Engstellen und verglichene Alternativen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch