4D-Simulation: Definition und Einordnung
Grundlage ist ein Modell mit zugeordneten Zeitinformationen. Die Simulation kann einzelne Stände zeigen oder den Ablauf als Folge von Zuständen darstellen.
Damit lassen sich Reihenfolgen und räumliche Konflikte besprechen. Eine anschauliche Animation bestätigt jedoch nicht automatisch, dass Dauern, Ressourcen oder technische Abläufe realistisch angesetzt sind.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Simulationsgrundlage prüfen
- Modell, Zeitzuordnung und Darstellungsregeln auf einen gemeinsamen Stand bringen.
- Ablauf darstellen
- Geplante Zustände und Übergänge mit klarer zeitlicher Zuordnung sichtbar machen.
- Zusammenhänge untersuchen
- Engstellen, widersprüchliche Reihenfolgen oder alternative Abläufe anhand der Simulation besprechen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- 4D-Terminplanung
- 4D-Terminplanung entwickelt die Verknüpfung von Terminplan und Modell. Die Simulation nutzt sie für die Darstellung und Untersuchung.
- Modellbasierte Baustellenlogistikplanung
- Logistikplanung untersucht unter anderem Wege, Flächen und Einrichtungen. Eine 4D-Simulation kann deren zeitliche Nutzung sichtbar machen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- 4D-Modell
- Ein Bauwerksmodell, dessen Objekte mit Zeitinformationen verknüpft sind. So lassen sich räumliche und zeitliche Zusammenhänge gemeinsam betrachten.
- Zeitschritt
- Ein gewählter Zeitpunkt oder Zeitabschnitt, für den der Modellzustand dargestellt wird.
- Variante
- Eine alternative Lösung, die anhand festgelegter Kriterien mit anderen Lösungen verglichen wird. Unterschiede und gemeinsame Annahmen müssen erkennbar bleiben.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Zeitbezogene Modelldarstellungen oder Ablaufsequenzen.
- Dokumentierte Erkenntnisse aus der Ablaufbetrachtung.
- Vergleichbare Darstellungen alternativer Reihenfolgen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch