Fachmodellierung Tiefbau: Definition und Einordnung
Typische Inhalte sind Leitungen, Schächte, Entwässerungsanlagen, Baugruben oder erdbauliche Strukturen. Der genaue Umfang hängt vom jeweiligen Fachgebiet und Informationsbedarf ab.
Besonders wichtig ist der gemeinsame räumliche Bezug. Nur so lassen sich beispielsweise Leitungshöhen, Überdeckungen und Anschlüsse sinnvoll im Zusammenhang prüfen.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Grundlagen räumlich einordnen
- Gelände, Bestandsangaben und Entwurfsdaten auf einen gemeinsamen Lage- und Höhenbezug bringen.
- Anlagenstrukturen modellieren
- Leitungen, Schächte und weitere relevante Objekte mit ihren Eigenschaften abbilden.
- Höhen und Anschlüsse prüfen
- Verbindungen, Gefälle und räumliche Abstände anhand der Fachplanung nachvollziehen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Geländemodellierung
- Das Geländemodell beschreibt die Oberfläche. Ein Tiefbaumodell ergänzt Anlagen und Strukturen im oder unter dem Gelände.
- Erdmassenberechnung
- Erdmassenberechnung ermittelt Volumen zwischen definierten Oberflächen. Fachmodellierung erstellt die geometrischen und fachlichen Grundlagen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Georeferenzierung
- Die Zuordnung von Messdaten oder Modellen zu einem räumlichen Bezugssystem. Sie beschreibt, wo die Daten in Lage und Höhe verortet sind.
- Sohlhöhe
- Die Höhenlage des unteren inneren Bezugspunkts einer Leitung oder eines Gerinnes.
- Überdeckung
- Der vertikale Abstand zwischen der Oberkante eines unterirdischen Bauteils und der darüberliegenden Oberfläche.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Tiefbaufachmodell mit Lage- und Höhenangaben.
- Auswertbare Leitungs- und Bauwerksinformationen.
- Darstellungen von Anschlüssen und räumlichen Zusammenhängen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch
- buildingSMART International · EnglischIFC: Grundlagen des offenen Datenaustauschs