Fachmodellierung Landschaftsplanung: Definition und Einordnung
Ein Landschaftsmodell kann vorhandene und geplante Freiraumelemente abbilden. Dazu gehören beispielsweise befestigte Flächen, Pflanzbereiche, Bäume, Einfassungen und Ausstattung.
Geländehöhen und Flächenbeziehungen sind ebenso wichtig wie die Eigenschaften einzelner Objekte. Welche Vegetations- oder Pflegeangaben enthalten sind, richtet sich nach der vorgesehenen Nutzung.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Flächen und Höhen modellieren
- Die räumliche Gliederung des Freiraums und die Geländeanschlüsse darstellen.
- Elemente beschreiben
- Vegetation, Beläge und Ausstattung mit benötigten Eigenschaften zuordnen.
- Schnittstellen abstimmen
- Übergänge zu Gebäuden, Entwässerung und unterirdischen Anlagen prüfen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Geländemodellierung
- Geländemodellierung beschreibt die Oberfläche. Landschaftsmodellierung ergänzt deren Gestaltung, Ausstattung und Vegetation.
- Fachmodellierung Tiefbau
- Tiefbaumodelle enthalten unter anderem unterirdische Anlagen. Die Landschaftsmodellierung stimmt deren Lage mit der Freiraumgestaltung ab.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- DGM · digitales Geländemodell
- Eine digitale Beschreibung der Geländeoberfläche. Bauwerke und Vegetation gehören bei einem reinen Geländemodell nicht zur dargestellten Oberfläche.
- Vegetationsobjekt
- Ein Modellobjekt für Pflanzen oder Pflanzflächen mit vereinbarten Angaben, etwa Art, Größe oder Pflegebedarf.
- Flächenaufbau
- Die Schichten und Materialien einer Fläche, beispielsweise eines Weges oder einer befestigten Außenfläche.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Freiraummodell mit Gelände- und Objektinformationen.
- Auswertbare Flächen-, Vegetations- und Ausstattungslisten.
- Abgestimmte Anschlüsse zu angrenzenden Fachmodellen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch
- buildingSMART International · EnglischIFC: Grundlagen des offenen Datenaustauschs