5D-Simulation: Definition und Einordnung
Grundlage ist eine Zuordnung zwischen Modellinformationen und Kostenansätzen. Für ein Szenario werden ausgewählte Eingaben verändert und die Auswirkungen neu berechnet.
Ein Zeitbezug kann zusätzlich enthalten sein, ist aber nicht durch die Bezeichnung allein festgelegt. Jede Darstellung sollte erkennen lassen, welche Größen verändert wurden und welche Annahmen gleich geblieben sind.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Ausgangsstand beschreiben
- Modell, Mengen, Preise und einbezogene Kostenbestandteile eindeutig festhalten.
- Szenarien berechnen
- Definierte Änderungen an Geometrie, Mengen oder Ansätzen durchspielen.
- Auswirkungen vergleichen
- Kostendifferenzen und maßgebliche Einflussgrößen in verständlichen Darstellungen gegenüberstellen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- 5D-Kostenplanung
- Kostenplanung liefert und pflegt den Kostenstand. Eine Simulation untersucht gezielt dessen Veränderung unter anderen Annahmen.
- 4D-Simulation
- 4D-Simulation betrachtet zeitliche Modellzustände. 5D-Simulation erweitert die Betrachtung um modellbezogene Kosteninformationen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- 5D-Modell
- Ein Modell, das mit Mengen und Kosteninformationen verbunden ist. Welche Kostenbestandteile und gegebenenfalls Zeitbezüge enthalten sind, muss beschrieben werden.
- Szenario
- Eine beschriebene Kombination von Annahmen, deren Auswirkungen untersucht werden.
- Sensitivität
- Die Stärke, mit der ein Ergebnis auf die Veränderung einer Eingangsgröße reagiert.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Nachvollziehbare Gegenüberstellung von Kostenszenarien.
- Darstellung wesentlicher Einflussgrößen.
- Dokumentation veränderter und unveränderter Annahmen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch