Varianten- und Optimierungsstudien: Definition und Einordnung
Eine Variantenstudie stellt Alternativen nachvollziehbar gegenüber. Eine Optimierungsstudie sucht zusätzlich gezielt nach Lösungen, die festgelegte Ziele unter bestimmten Bedingungen möglichst gut erfüllen.
Die Bewertung hängt von den gewählten Kriterien ab. Wenn Ziele miteinander konkurrieren, etwa geringe Kosten und hohe Anpassungsfähigkeit, gibt es häufig mehrere vertretbare Lösungen.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Vergleichsgrundlage festlegen
- Veränderbare Größen, feste Bedingungen und Bewertungskriterien beschreiben.
- Alternativen erzeugen und untersuchen
- Varianten modellieren oder ableiten und mit derselben Methode auswerten.
- Ergebnisse einordnen
- Vor- und Nachteile, Zielkonflikte und besonders einflussreiche Annahmen nachvollziehbar darstellen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Parametrisches Design
- Parametrisches Design kann Varianten über veränderbare Regeln erzeugen. Die Studie bewertet diese Varianten anhand fachlicher Kriterien.
- Modellauswertung
- Modellauswertung liefert Informationen aus einem Modell. Variantenstudien verwenden solche Ergebnisse zum Vergleich mehrerer Lösungen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Variante
- Eine alternative Lösung, die anhand festgelegter Kriterien mit anderen Lösungen verglichen wird. Unterschiede und gemeinsame Annahmen müssen erkennbar bleiben.
- Zielkonflikt
- Eine Situation, in der eine Verbesserung in einem Kriterium eine Verschlechterung in einem anderen verursachen kann.
- Sensitivität
- Die Stärke, mit der ein Ergebnis auf veränderte Eingaben oder Annahmen reagiert.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Nachvollziehbarer Vergleich der untersuchten Alternativen.
- Dokumentierte Kriterien, Randbedingungen und Annahmen.
- Begründete Einordnung geeigneter Lösungen und Zielkonflikte.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch