Punktwolken (Innenraumvermessung): Definition und Einordnung
Mehrere Aufnahmen werden zu einem gemeinsamen räumlichen Datenbestand verbunden. Dieser kann als Grundlage für Bestandspläne, Maßprüfungen oder eine anschließende Modellierung dienen.
Die Messung erfasst nur zugängliche und sichtbare Bereiche. Möbel, Verkleidungen und andere Hindernisse können Bauteile verdecken; aus einer Punktwolke lässt sich deren innerer Aufbau nicht zuverlässig ablesen.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Aufnahmestandorte planen
- Zugänglichkeit, Sichtverbindungen und benötigte Abdeckung der Räume berücksichtigen.
- Innenbereiche erfassen
- Überlappende Messungen aufnehmen und zu einem gemeinsamen Stand registrieren.
- Messdaten prüfen und liefern
- Übereinstimmung, räumlichen Bezug und verbleibende Abschattungen kontrollieren.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Scan-to-BIM / Scan2BIM
- Scan-to-BIM interpretiert die Messpunkte und erstellt daraus Bauteilobjekte. Die Innenraumvermessung liefert zunächst die Messgrundlage.
- Nachmodellierung
- Nachmodellierung kann zusätzlich Zeichnungen oder andere Unterlagen verwenden. Sie ist nicht auf räumliche Messdaten beschränkt.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Punktwolke
- Eine Sammlung räumlicher Messpunkte, die sichtbare Oberflächen abbildet. Die Punkte bilden noch keine Bauteile mit einer fachlichen Bedeutung wie Wand oder Tür.
- Registrierung
- Das Zusammenfügen einzelner Messungen zu einer gemeinsamen Punktwolke. Überlappende Bereiche oder Referenzpunkte helfen dabei, die Aufnahmen zueinander auszurichten.
- Abschattung
- Ein Bereich, der wegen verdeckender Objekte oder fehlender Sichtverbindung nicht erfasst wurde.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Zusammengeführte Punktwolke der erfassten Innenräume.
- Dokumentierter Bezug zwischen einzelnen Aufnahmen.
- Angaben zu Messqualität und nicht erfassten Bereichen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch