BIM-Leistungen erklärt

Nachmodellierung

Die Nachmodellierung erstellt oder ergänzt ein digitales Modell anhand vorhandener Informationen. Als Grundlage können beispielsweise Zeichnungen, Tabellen, ältere Modelle oder Messdaten dienen.

Nachmodellierung: Definition und Einordnung

Die Leistung überführt bestehende Beschreibungen in eine für den vorgesehenen Zweck geeignete Modellstruktur. Dabei müssen Informationen interpretiert, einander zugeordnet und auf Widersprüche geprüft werden.

Das entstehende Modell ist nur so verlässlich wie seine nachvollziehbaren Grundlagen. Ergänzte Annahmen und fehlende Angaben sollten deshalb erkennbar bleiben.

Welche Aufgaben gehören dazu?

Unterlagen ordnen
Verwendbare Grundlagen, Bearbeitungsstände und erkennbare Widersprüche erfassen.
Modell aufbauen oder ergänzen
Geometrie und Eigenschaften aus den vorliegenden Angaben in die vereinbarte Struktur übertragen.
Herkunft und Lücken dokumentieren
Abgeleitete Inhalte prüfen und offene Fragen oder angenommene Werte kennzeichnen.

Abgrenzung zu verwandten Leistungen

Scan-to-BIM / Scan2BIM
Scan-to-BIM nutzt Punktwolken als wesentliche geometrische Grundlage. Nachmodellierung kann auch allein auf Zeichnungen oder anderen Unterlagen beruhen.
As-Built Modellierung
As-Built beschreibt den ausgeführten Zustand. Ein nachmodelliertes Modell kann dagegen auch einen früheren Planungsstand wiedergeben.

Wichtige Begriffe und Datenformate

Fachmodell
Ein digitales Modell einer Fachrichtung, zum Beispiel Architektur oder Tragwerksplanung. Es verbindet die räumliche Darstellung mit beschreibenden Angaben.
Modellgrundlage
Eine Information, aus der ein Modellinhalt abgeleitet wird, beispielsweise eine Zeichnung oder Messung.
Informationsbedarf
Die Festlegung, welche Geometrie, Eigenschaften und Unterlagen für einen bestimmten Zweck gebraucht werden. Ein detailreicheres Modell ist nicht automatisch besser geeignet.

Welche Ergebnisse entstehen?

  • Erstelltes oder vervollständigtes Modell.
  • Nachvollziehbare Zuordnung der Ausgangsunterlagen.
  • Dokumentierte Annahmen und Informationslücken.

Quellen und weiterführendes Wissen