Fachmodellierung Elektro: Definition und Einordnung
Zu den Modellinhalten können beispielsweise Leuchten, Schalter, Verteiler, Kabeltragsysteme sowie Kommunikations- oder Sicherheitsanlagen gehören. Nicht jede einzelne Leitung muss dafür geometrisch modelliert werden.
Welche Objekte räumlich dargestellt und welche Informationen ergänzend geführt werden, richtet sich nach dem vorgesehenen Nutzen. Modell und elektrotechnische Berechnungen müssen inhaltlich zueinander passen.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Elektrische Infrastruktur modellieren
- Geräte, Verteilungen und relevante Leitungswege räumlich abbilden.
- Fachinformationen zuordnen
- Benötigte Eigenschaften und Systemzugehörigkeiten der Objekte pflegen.
- Einbauorte und Trassen abstimmen
- Räumliche Überschneidungen, Zugänglichkeit und Übergänge zu anderen Fachgebieten bearbeiten.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Fachmodellierung TGA
- Die Elektromodellierung ist eine Fachrichtung innerhalb der technischen Gebäudeausrüstung.
- Kollisionsprüfung
- Kollisionsprüfung untersucht räumliche Konflikte. Elektromodellierung erstellt und bearbeitet die dafür verwendeten Fachinhalte.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Kabeltragsystem
- Bauteile zur Führung und Befestigung von Kabeln, beispielsweise Kabelrinnen oder Kabelleitern.
- Stromkreis
- Ein zusammenhängender elektrischer Versorgungsweg, dessen Zuordnung als Information geführt werden kann.
- Fachmodell
- Ein digitales Modell einer Fachrichtung, zum Beispiel Architektur oder Tragwerksplanung. Es verbindet die räumliche Darstellung mit beschreibenden Angaben.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Elektrofachmodell mit abgestimmter Objektstruktur.
- Auswertbare Geräte- und Systeminformationen.
- Modellbasierte Darstellungen der Einbauorte und Trassen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch
- buildingSMART International · EnglischIFC: Grundlagen des offenen Datenaustauschs