BIM-to-Field: Definition und Einordnung
Das kann die Anzeige von Bauteilangaben auf mobilen Geräten oder die Übertragung von Koordinaten für eine Absteckung umfassen. Entscheidend ist, dass die Informationen für die konkrete Tätigkeit aufbereitet sind.
Die Daten benötigen einen eindeutigen Bearbeitungs- und Prüfstand. Bei räumlichen Übertragungen müssen außerdem das Bezugssystem des Modells und die Vermessungsgrundlage zusammenpassen.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Geeignete Daten auswählen
- Die für die Tätigkeit benötigten Objekte, Angaben oder Punkte aus dem Modell ableiten.
- Daten für die Nutzung aufbereiten
- Informationen in ein geeignetes Format oder eine verwendbare Darstellung für das Zielgerät übertragen.
- Stand und Bezug kontrollieren
- Modellversion, Prüfstatus und gegebenenfalls die räumliche Übereinstimmung überprüfen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Field-to-BIM
- Field-to-BIM führt Messungen und Rückmeldungen in den digitalen Bestand zurück. BIM-to-Field beschreibt die entgegengesetzte Informationsrichtung.
- Modellbasierte Werk- und Montageplanung
- Werk- und Montageplanung erarbeitet Herstellungs- und Einbauinformationen. BIM-to-Field stellt geeignete Teile davon für die Nutzung vor Ort bereit.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Georeferenzierung
- Die Zuordnung von Messdaten oder Modellen zu einem räumlichen Bezugssystem. Sie beschreibt, wo die Daten in Lage und Höhe verortet sind.
- Absteckung
- Die Übertragung geplanter Punkte oder Linien aus einer digitalen Grundlage in die Örtlichkeit.
- Modellstand
- Eine eindeutig bezeichnete Version des Modells mit erkennbarem Bearbeitungs- oder Prüfstatus.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Aufgabenbezogene Datenpakete oder mobile Modelldarstellungen.
- Geprüfte Punkte und Angaben für die Übertragung vor Ort.
- Dokumentation des verwendeten Modellstands.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch