Energieeffizienzanalyse: Definition und Einordnung
Ein BIM-Modell kann Geometrie und Bauteilangaben als Grundlage liefern. Für eine energetische Berechnung müssen diese Informationen häufig vereinfacht, ergänzt und in ein geeignetes Rechenmodell übertragen werden.
Berechneter Bedarf und gemessener Verbrauch sind unterschiedliche Größen. Das Ergebnis einer Simulation hängt unter anderem von Wetterdaten, Nutzungsannahmen und den beschriebenen Anlagen ab.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Berechnungsgrundlage aufbereiten
- Räume, thermische Zonen und relevante Bauteileigenschaften zusammenstellen.
- Randbedingungen beschreiben
- Nutzung, Wetter, Anlagen und Betriebsweisen für die Untersuchung festhalten.
- Energieverhalten auswerten
- Berechnungen durchführen, Einflussgrößen untersuchen und Varianten auf einer vergleichbaren Grundlage bewerten.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Nachhaltigkeitsanalyse
- Nachhaltigkeitsanalyse kann auch Herstellung, Ressourcen und Entsorgung betrachten. Energieeffizienzanalyse konzentriert sich auf das energetische Verhalten.
- Tageslicht- und Verschattungsanalyse
- Tageslichtanalysen untersuchen Lichtverfügbarkeit und Verschattung. Diese können energetische Berechnungen ergänzen, beantworten aber andere Fragen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- Thermische Zone
- Ein zusammengefasster Bereich, für den ein ähnliches thermisches Verhalten und geeignete gemeinsame Randbedingungen angenommen werden.
- Energiebedarf
- Eine rechnerisch ermittelte Energiemenge unter festgelegten Annahmen.
- Energieverbrauch
- Eine tatsächlich gemessene Energiemenge innerhalb eines beschriebenen Zeitraums.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Nachvollziehbares energetisches Berechnungsmodell.
- Kennwerte und Darstellungen zu Energiebedarf oder -nutzung.
- Vergleiche mit dokumentierten Randbedingungen.
Quellen und weiterführendes Wissen
- EnergyPlus · EnglischGrundlagen und Dokumentation der Gebäudesimulation
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick