BIM-Softwareeinführung: Definition und Einordnung
Eine installierte Anwendung ist noch keine eingeführte Arbeitsweise. Erst passende Einstellungen, geeignete Datenstrukturen und erprobte Arbeitsschritte ermöglichen die verlässliche Nutzung.
Die Einführung umfasst deshalb technische und praktische Aufgaben. Sie berücksichtigt auch vorhandene Werkzeuge, Datenbestände und die Kenntnisse der Personen, die damit arbeiten.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Anwendung konfigurieren
- Arbeitsumgebung, Vorlagen, Benutzerrollen und benötigte Erweiterungen einrichten.
- Datenaustausch prüfen
- Importe, Exporte und Übergaben mit typischen Daten erproben und Einschränkungen dokumentieren.
- Nutzung begleiten
- Aufgabenbezogen schulen, Anleitungen erstellen und Fragen aus dem ersten Einsatz bearbeiten.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Techstack- / Toolchain-Beratung
- Toolchain-Beratung bewertet die Werkzeugkombination. Softwareeinführung macht eine ausgewählte Anwendung praktisch einsatzbereit.
- BIM-Implementierung
- BIM-Implementierung verändert die übergreifende Arbeitsweise. Eine Softwareeinführung ist ein möglicher Baustein davon.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- IFC · Industry Foundation Classes
- Ein offener Standard zum Austausch von Bauwerksmodellen. IFC überträgt unter anderem Bauteilgeometrie und Bauteileigenschaften zwischen verschiedenen Softwareanwendungen.
- Vorlage
- Eine vorbereitete Grundlage mit wiederverwendbaren Einstellungen, Strukturen oder Inhalten.
- Migration
- Die Übertragung vorhandener Daten oder Arbeitsgrundlagen in eine andere Anwendung oder Struktur.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Eingerichtete Anwendung mit geeigneten Vorlagen.
- Geprüfte Datenübergaben.
- Anleitungen, Schulungsunterlagen und geregelte Betreuung.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch
- buildingSMART International · EnglischOffene Standards: IFC, IDS, BCF und openCDE