Baufortschrittsdokumentation (Drohne / 360-Scan): Definition und Einordnung
Wiederholte Aufnahmen können zeigen, welche Bereiche sich verändert haben und welche Arbeiten sichtbar ausgeführt wurden. Ihre räumliche und zeitliche Zuordnung ermöglicht den Vergleich verschiedener Stände.
Drohnenbilder, 360°-Fotos und Laserscans liefern unterschiedliche Informationen. Eine Bildaufnahme ist nicht automatisch eine maßhaltige Messung; sichtbarer Fortschritt belegt auch nicht jede verdeckte Leistung.
Welche Aufgaben gehören dazu?
- Erfassung strukturieren
- Aufnahmebereiche, Zeitbezug und benötigte Darstellungs- oder Messqualität beschreiben.
- Bauzustände dokumentieren
- Aufnahmen erstellen, eindeutig verorten und mit Datum sowie Bereichszuordnung ablegen.
- Stände vergleichen
- Veränderungen nachvollziehbar darstellen und bei Bedarf mit Modell oder Terminplanung verknüpfen.
Abgrenzung zu verwandten Leistungen
- Field-to-BIM
- Field-to-BIM übernimmt Informationen in Modelle und Datenbestände. Baufortschrittsdokumentation kann diese Grundlage liefern, ohne selbst das Modell zu ändern.
- Mängelmanagement
- Mängelmanagement verfolgt konkrete Beanstandungen bis zu ihrer Klärung. Fortschrittsdokumentation erfasst zunächst sichtbare Zustände und Veränderungen.
Wichtige Begriffe und Datenformate
- 360°-Aufnahme
- Ein Rundumbild von einem Aufnahmestandort. Es liefert ohne weitere Auswertung noch keine vollständige räumliche Messung.
- Photogrammetrie
- Ein Messverfahren, das räumliche Informationen aus sich überlappenden Bildern ableitet.
- Punktwolke
- Eine Sammlung räumlicher Messpunkte, die sichtbare Oberflächen abbildet. Die Punkte bilden noch keine Bauteile mit einer fachlichen Bedeutung wie Wand oder Tür.
Welche Ergebnisse entstehen?
- Räumlich und zeitlich geordnete Aufnahmen.
- Vergleichbare Darstellungen mehrerer Bauzustände.
- Verknüpfungen zu Bereichen, Objekten oder Terminangaben.
Quellen und weiterführendes Wissen
- BIM DeutschlandBIM-Anwendungsfälle im Überblick
- BIM Deutschland · BIM4INFRA2020Handreichungen zu Prozessen, Fachmodellen und Datenaustausch